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Nach einer kurzen Zwischenphase friedlicher und ziviler Nutzung wurde der Bunker Anfang der 80er von Musikern auf der Suche nach Übungsräumen entdeckt.
Im Jahre1983 begann der Ausbau des zweiten Obergeschosses durch Musikbands aus Ffm.,, nachdem das Stockwerk vom Bundesvermögensamt angemietet worden war.
Der Einbau der elektrischen und sanitären Anlagen wurde bis auf wenige Installationsarbeiten in Eigneregie durchgeführt. Schlitze kloppen, Wände einreißen, Türen einbauen, Aufräumarbeiten etc. Die jeweils 12qm grossen Räume, die links und rechts der Flure entlang verlaufen, wurden zu 24qm großen Proberäumen ausgebaut. Beim Werkzeugverleih am Westbahnhof waren wir Stammkunden beim Ausleihen von Hilti'sund Werkzeug aller Größen. Täglich wurden neue Mulden angeliefert und abgeholt. Hunderte Zentner Schutt wanderten aus dem Bunker, der Arbeitsaufwand war enorm, die Finanzierung des Umbaus angesichts der zivilen Miete war jedoch erträglich. Die Umbaukosten gingen in die Zehntausende.Nach 3 Monaten war alles erledigt.
1986 kam das 1 Stockwerk dazu und im Sommer 1990 wurde letztendlich das Erdgeschoss angemietet und ebenfalls zu Musikübungsräumen ausgebaut. Nur scheinbar war der Bunker jetzt vollständig in Besitz der Musiker; doch bald zogen dunkle Wolken am Kameruner Musikhimmel auf.
Die Meldung des Bundesvermögensamtes, die Bunker meistbietend an private Nutzer zu veräußern, traf die MusikerInnen wie ein Schock. In panischer Angst den Übungsraum zu verlieren schauten wir uns in der Stadt nach einem passenden Raumangebot für duie vielen Musikbands um. Die Erfahrungen waren traurig, denn in einer damals an chronischer Raumnot leidenden Stadt war wirklich nichts zu finden oder geeignet oder bezahlbar.
Man organisierte sich deshalb 1990 mit Musikern aus anderen Bunkern denen das gleiche Schicksal drohte zu einer gemeinsamen Initiative (Bunkerrat) mit dem Ziel die Stadt vom Kauf unserer Bunker zu überzeugen.
Waren die damaligen Entscheidungsträger der Sache gegenüber zwar positiv eingestellt, so mußten die MusikerInnen dennoch ordentlich Druck machen. Bei einer vom Bunkerrat organisierten Römerbergdemo outete sich sogar der damalige OB von Schoeler als Hobby-Schlagzeuger und trommelte mit. Der Kauf von 5 Bunkern wurde schließlich vom Magistrat beschlossen und auch getätigt. Kosten ca. 1,5 Mio €.
So wurde der Bunker Schmidtstraße einer der offiziellen Kulturbunker der Stadt Frankfurt am Main.
Die dauerhafte kulturelle Nutzung der Bunker als Musikübungsbunker war Ziel der engagierten Arbeit unserer Rockbeauftragten Irmgard Tennagels und des Bunkerrats und des Verein Freunde der Musen. Zusammen setzten wir uns für langfristige Mietverträge und günstige Mietpreise mit der Stadt ein.
Als Mittler zwischen Stadt und MusikerInnen sollten sich Bunkervereine gründen, die eine möglichst eigenständige, sachkundige und die städtische Verwaltung entlastende Nutzung der Bunker gewährleisten sollen.
1991 wurde deshalb der Verein Freunde der Musen, Schmidtstraße e.V., aus der Taufe gehoben.
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