1983 beginnt für den Bunker eine neue Ära. In kurzer Zeit haben eine Hand voll Leute aus dem Gallus den zweiten Stock des Bunkers komplett ausgebaut. Anfang der 90 er Jahre, im Rahmen der Kulturwochen im Gallus, in Frankfurt am Main präsentiert sich der Bunker zum ersten Mal der Öffentlichkeit Auf dem ehemaligen Klimsch&Co,- vormals Firma BRAUN Parkplatz findet das erste "BUNKER´S TRUST FESTIVAL" statt. Zweifels ohne war die Festmeile auf der Mainzerlandstraße das absolute Highlight der Galluskulturwochen, aber unser Open-Air kam in der Rangfolge gleich dahinter. Die Bands waren bis Griesheim laut und deutlich zu vernehmen. Es wurde großartige Musik gespielt und das Publikum war begeistert.

Links: Der Bunker von Nord-Ost Richtung gesehen.

Rechts: Mitte der 90er Jahre ein weiters Open-Air mit dem Frankfurter Rockbus.

Unten: Diese Bilder sind von 2005-2006

Ein paar Bilder vom Bunkerumbau, finanziert duch die Stadt Frankfurt, die ja seit einigen Jahren stolzer
Besitzer von 5 Musikbunkern ist.

Vielen Dank auch an Herrn Hilbert vom Hochbauamt (Bauleitung) und
Rudi Zimmermann (Bauaufsicht, Freunde der Musen) !
R.Zimmermann (links) u. P.Hilbert (rechts)

Die wohl spektakulärste Aktion während des Umbaus bestand zweifels ohne darin, in die 2m dicke Stahlbetonwand im hinteren Treppenhaus eine Festeröffnung zu installieren. Bevor die Mannschaft mit schwerem Kernbohrgerät anrücken konnte mußte zuvor noch ein 1500 Liter Wassertank aus dem 2. Weltkrieg entfernt werden. Nach Aussage unseres 1. Vorsitzenden sollte sich kein Wasser mehr in dem Tank befinden, was sich jedoch beim Abriss als falsch herausstellte. Tausende Liter Brakwasser platzen ins Treppenhaus hinunter was eine ganz schöne Sauerei war. Die Wand war nun freigelegt und das Grät zur Kernbohrung konnte installiert werden. Tagelang frästen sich die Ketten, die mit Wasser geschmiert wurden, durch den Stahlbeton. Das Wasser, dass an der Außenfassade ablaufen sollte suchte sich blöderweise seinen Weg geradewegs in einen Lüftungsschacht eines Proberaumes im 1.Stockwerk und wurde leider erst bemerkt als dieser zu Hälfte vollgelaufen war. Ui Ui Ui, das war sehr unschön aber die netten Jungs von "Cheap Turtle" (?) haben sehr, sehr cool reagiert!

Nach dem Sägen des Betonquaders wurde dieser von innen nach außen geschoben und draußen von einem riesigen Kran mit Ketten und Seilen aufgefangen und mittels einer Mule abtransportiert.

Links unten: Fensteröffnung mit Rauchabzugsfenster.
Rechts unten: Fenster im hinteren Treppenhaus zur natürlichen Belüftung des Bunkers.

Die Umbaumaßnahmen gemäß den Brandschutzvorschriften der Feuerwehr dauerten gut ein Jahr, wobei sich das Chaos auf den Fluren und in der Treppenhausern mit dem Chaos innerhalb der Proberäume in etwa die Waage hielt.

Grundrissplan (2.OG) der Bunkeranlage, hier sieht man das Verhältnis von Wand (gestrichelt) zu Raum.


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